FTTH erfolgreich aufbauen und in den Markt bringen
Wie Infra-Com die EW Oftringen AG von der Projektarchitektur über Rollout und Netzmanagement bis zur Vermarktung begleitet hat
Die EW Oftringen AG wollte ihr Geschäftsmodell gezielt erweitern und in die FTTH-Telekommunikationswelt einsteigen. Gemeinsam mit mas consulting und Infra-Com entstand daraus ein Vorhaben, das nicht nur technisch realisiert, sondern auch organisatorisch tragfähig aufgebaut wurde.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Ausgangslage
Neue Perspektiven für Versorgung und Konnektivität
Oftringen ist eine wachsende Gemeinde im Schweizer Mittelland mit über 15'000 Einwohnern. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen an die Breitbandversorgung, unter anderem durch Homeoffice, digitale Bildung, Videokommunikation, Cloud-Dienste und den wachsenden Bedarf an leistungsfähiger digitaler Infrastruktur.
Die EW Oftringen AG erkannte diese Entwicklung früh und wollte ihr Geschäftsmodell gezielt erweitern. Das Ziel war, die Gemeinde mit einer zukunftssicheren FTTH-Infrastruktur zu erschliessen und damit sowohl die Lebensqualität als auch die Standortattraktivität langfristig zu stärken.
Die Herausforderung
Vom Energieversorger zum FTTH-Anbieter
Strategisch war der Schritt nachvollziehbar. Operativ bedeutete er jedoch einen tiefen Einstieg in eine neue Disziplin. Als Energieversorger verfügte die EW Oftringen AG nicht über die volle Telekom-Expertise, die für Architektur, Rollout, Dokumentation, Betrieb und Marktbearbeitung eines FTTH-Netzes notwendig ist.
Gesucht war deshalb keine punktuelle Einzelleistung, sondern eine Partnerschaft, die das Vorhaben inhaltlich und operativ mitträgt: mit strategischer Begleitung, technischer Kompetenz, Projektstruktur und einer sauberen Grundlage für den späteren Betrieb.
Der Projektansatz
Klare Rollen, gemeinsames Ziel
Die Gesamtprojektleitung lag bei der mas consulting gmbh. Infra-Com war auf der baulichen und technischen Seite für Planung, Management und Implementierung des FTTH-Netzes verantwortlich. Gemeinsam entstand ein Setup, das strategische Steuerung, Umsetzungskompetenz und Netz-Know-how sinnvoll miteinander verband.
Diese Rollenverteilung war ein zentraler Erfolgsfaktor: Sie reduzierte Reibungsverluste, sicherte Qualität in der Ausführung und schuf für die EW Oftringen AG eine belastbare Grundlage für den Markteintritt.
Die Lösung
Von der Projektarchitektur bis zur Inbetriebnahme
Infra-Com unterstützte die EW Oftringen AG beim Aufbau eines FTTH-Vorhabens, das nicht nur technisch funktioniert, sondern auch organisatorisch sauber aufgesetzt ist. Dazu gehörten die Entwicklung von Netzkonzepten, die Vorbereitung und Umsetzung des Rollouts, die Einführung geeigneter Systeme für Dokumentation und Netzmanagement sowie die Begleitung bis zur Inbetriebnahme.
Im Zentrum stand kein isoliertes Bauprojekt, sondern der Aufbau einer tragfähigen Betreiberstruktur. Genau das machte den Unterschied zwischen einem reinen Netzausbau und einem belastbaren Einstieg in den FTTH-Markt.
«Das Team von Infra-Com ist hochqualifiziert und arbeitet mit der besten Ausrüstung. Die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein von Infra-Com haben unsere Erwartungen sogar noch übertroffen.»
Oliver Stampfli, CEO EW Oftringen AG
Leistungen im Projekt
Effizientes Netzmanagement mit cloudbasierter Lösung
Ein zentrales Element des Projekts war die Einführung einer skalierbaren Lösung für das Netzmanagement. Mit der Cloud-Services-Plattform von Infra-Com und der Netzmanagementsoftware cableScout erhielt die EW Oftringen AG ein Werkzeug, um physische und logische Netzwerkinformationen in Echtzeit zu visualisieren und zu verwalten. Das erleichterte den Betrieb, half beim Erkennen von Engpässen und schuf eine effiziente Grundlage für die nachhaltige Bewirtschaftung des Netzes.
Erfolgreiche Umsetzung mit messbaren Resultaten
Das Projekt zeigte früh Wirkung. Im Pilot konnten die strategischen Zielsetzungen nach rund 15 Monaten Bauzeit erreicht oder teilweise übertroffen werden. Auf dieser Basis fiel 2020 der Entscheid, den Ausbau für die restliche Bevölkerung weiter voranzutreiben.
Innerhalb von drei Jahren wurden zwei Drittel der verbleibenden Wohneinheiten erschlossen. Heute haben rund 4'500 Haushalte Zugang zum Glasfasernetz der EW Oftringen AG. Der FTTH-Anschluss ist für Kundinnen und Kunden kostenlos, die Inhouse-Umsetzung erfolgt mit regionalen Installateuren. Gebaut wurde das Netz auf Basis einer PON-Architektur.
«Die Zusammenarbeit mit der EW Oftringen AG war sehr erfolgreich. Entscheidend war, das FTTH-Angebot rasch in den Markt zu bringen und viele Kundinnen und Kunden anzuschliessen. Wir sind stolz, in diesem Vorhaben eine führende Rolle übernommen zu haben.»
Nick Bürli, Bereichsleiter Netzinfrastruktur, Infra-Com Swiss AG
Mehr als Ausbau
Daten für Vermarktung, Verkauf und Reporting
Für den Projekterfolg war nicht nur der Bau des Netzes entscheidend. Ebenso wichtig war die kontinuierliche Bereitstellung aktueller Erschliessungsdaten für Marketing, Vertrieb und Projektsteuerung.
Mit der cloudbasierten „Toolbox“ stellte Infra-Com eine Lösung bereit, die Marketing, Verkauf und Netzbau miteinander verknüpft. So konnten alle involvierten Mitarbeitenden just-in-time auf den Erschliessungsstand zugreifen, Kampagnen gezielter planen und Kundinnen und Kunden zeitnah über den Fortschritt informieren.
«Dank der Toolbox hatten alle Stakeholder in Echtzeit Zugriff auf die aktuellen Erschliessungsdaten. Für den Vertrieb und Marketing der EW Oftringen AG eröffnete dies ganz neue Kommunikationsmöglichkeiten.»
Rolf Brechbühl, FTTH-Framework, Infra-Com und mas consulting
Was andere EVU und Infrastrukturbetreiber aus diesem Projekt mitnehmen können
Der FTTH-Einstieg gelingt leichter, wenn Strategie, Projektführung, technische Umsetzung und spätere Betriebsanforderungen von Anfang an zusammen gedacht werden. Das Praxisbeispiel Oftringen zeigt, wie wichtig klare Rollen, belastbare Daten, geeignete Systeme und ein Partner sind, der Umsetzung und Know-how-Transfer verbindet.
Planen Sie ein ähnliches FTTH-Vorhaben?
Gern zeigen wir Ihnen, wie sich ein FTTH-Projekt strukturiert aufsetzen, umsetzen und betrieblich sauber verankern lässt, mit der passenden Projektarchitektur, klaren Rollen und einer Lösung, die auch im Alltag trägt.
«Das Projekt in Oftringen zeigt, wie ein FTTH-Vorhaben mit den richtigen Partnern, klaren Verantwortlichkeiten und modernen Technologien erfolgreich umgesetzt werden kann. Wir sind stolz, Oliver Stampfli und sein Team bei diesem wichtigen Schritt in die Glasfaserzukunft begleitet zu haben.»
Joel Hunziker, CEO, Infra-Com Swiss AG